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Radiodisplay gesendet werden. So z.B. sind individuell auch Navigationshilfen oder
Nachrichten, Wetter, Verkehrsmeldungen u.ä. Informationen abrufbar (Wilke 1999, S.
760).
Zudem gibt es das private Astra Digital Radio (ADR), welches über den Verbund der
Astra-Satelliten übertragen wird und zahlreiche auch öffentlich-rechtlich Programme
sendet. Beide Verfahren, ADR und DVB, sind nur über entsprechende Decoder zu
empfangen, die gesendete digitale Signale wieder in analoge Daten umwandeln.
1.3.3 Digitales Fernsehen
Die weitreichenden Interessenskonflikte zwischen den großen Fernsehanbietern und
dem Kabelbetreiber Deutsche Telekom waren die wesentlichen Gründe dafür, daß
sich das digitale Fernsehen in der Bundesrepublik im Vergleich zu anderen
europäischen Ländern relativ langsam entwickelte. Hier sind in der Hauptsache
wirtschaftliche, kartellrechtliche und technische Probleme zu nennen (Wilke 1999, S
761). Mittlerweile liegen jedoch Einigungen für einheitliche und zugangsfreie
Standards und entsprechende gesetzliche Bestimmungen vor, so z.B. Standards für
die Verschlüsselungs- und Decodertechnik. Diese decodiert, in den notwendigen
Set-Top-Boxen, digitale in analoge Signale und schaltet den Empfang am
Fernsehbildschirm frei (s. Kap. 3, S. 13). Dies ermöglichte endlich den
zukunftsweisenden Start des digitalen Fernsehens im November 2002. Die lang
vorherrschenden Engpässe bei den Übertragungskapazitäten sind durch die
innovative Digitalisierung überwunden. Es können durch die zeit- und
personalsparende digitale Produktion, kostengünstig mehr Programme in besserer
Empfangs- bzw. Bildqualität gesendet werden.
Das digitale, terrestrische Fernsehen ermöglicht seit 1. November 2002 in
Berlin/Potsdam sogar den mobilen Empfang im Auto, auf Laptops und Handys, eben
überall da wo Antennen sind. Zudem werden multimediale Dienste, z.B. Internet,
Video-on-Demand (VOD), Programmführer (Electronic Programm Guide = EPG),
Teleshopping und Telebanking als interaktive, individualisierte bzw. thematische
Formate
angeboten
(Heise
News-Ticker
Meldung
vom
28.11.2002
in:
www.heise.de/newsticker). Der Dienst VOD ermöglicht heute z.B. in der Variante des
sogenannten Multiplexing ein zeitlich versetztes Filmangebot für den Zuschauer. In
Zukunft mit Real-VOD, soll der Rezipient selbst über eine beliebige Anfangszeit
bestimmen können. Zusammenfassend ist das digitale Fernsehen durch die
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