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technische Adressierbarkeit an den Rezipienten, die Kombinierbarkeit von
Fernsehen, PC und Internet und die Interaktivität zwischen Sender und Empfänger
gekennzeichnet (Preuß 2002 aus: www.diplomarbeiten24.de/beta/vorschau/7463.html).
1996 startete als DF 1 das erste digitale Fernsehen der Kirch-Gruppe und sendet als
Pay-TV-Sender heute unter dem Namen Premiere World digital. Premiere World
bietet inzwischen auch den interaktiven Dienst des Multiplexing an. Neben den
digitalen Pay-TV-Programmen können über die Set-Top-Box auch die digitalen
Kabelprogramme der öffentlich-rechtlichen Programme empfangen werden. Mit der
Etablierung des Pay-TV ist die Weiterentwicklung vom dualen zum trialen Rundfunksystem
bei zunehmender Verspartung durch Spartenkanäle zu erwarten. Allerdings wird der
Spielraum für Pay-TV in der Bundesrepublik durch die vielen Programme im Free-TV begrenzt.
Nur über bestimmte attraktive Sendungen, die exklusiv im Pay-TV ausgestrahlt werden, dürfte
die erwünschte Zahlbereitschaft stimuliert werden (Wilke 1999, S. 761 ff).
Es bleibt abzuwarten, wie sich das digitale Pay-TV entwickeln wird, denn das
laufende Insolvenzverfahren der Kirch-Gruppe ist derzeit noch nicht abgeschlossen
und innovative Strategien des künftigen Multimediakonzerns nicht bekannt.
1.4
Mediennutzung: Fernsehen und Online im Vergleich
Mit Ausnahme der Tageszeitung stieg in Deutschland die Versorgungsdichte mit
allen Medien stetig. Radio und fern bedienbare Farbfernseher gehören zu den
beliebtesten technischen Geräten deutscher Haushalte. Dabei bleibt das Radio das
meistgenutzte Nebenbei-Medium und das Fernsehen das Leitmedium für die
deutschen Bevölkerung. Die Fernsehnutzung verteilt sich unterschiedlich auf die
privaten und öffentlich-rechtlichen Programme auf. Im Jahr 2001 führte, bei den
Marktanteilen der Zuschauer, der privaten Sender RTL, gefolgt von ARD, ZDF, den
Dritten Programmen und SAT.1 (Dreier 2002, S. 267 f).
Die Anzahl von Onlinezugängen in der privaten Nutzung steigt rasch. Insbesondere
wird hier die E-Mail-Anwendung, Homebanking, Downloading, die zielgerichtete
Informationsrecherche und das eher spielerische Surfen im Internet immer
beliebter. Die wachsende Verbreitung des Internets in der Bevölkerung wird auch durch die
Entwicklung der Telekommunikationskosten begünstigt, die seit der Liberalisierung des
Telekommunikationsmarktes gesunken sind (Dreier 2002, S. 269).
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