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Leitmedium Fernsehen, das Breitbandkabel. Die beiden Letzteren sollen hier in der
Hauptsache dargestellt werden.
Die Infrastruktur des Kabelnetzes gliedert sich in vier Ebenen, wobei die Ebene eins
und zwei die überregionale und regionale Netzversorgung einschließen.... Auf der dritten
Netzebene, den Ortsnetzen, gibt es durch die Verkäufe von Teilen des Kabelnetzes der
Telekom neue Wettbewerber. Diese neuen Wettbewerber müssen für den Zugang zu ihren
Kunden mit den Akteuren auf der vierten Ebene, den Grundstücken zusammenarbeiten, um mit
ihren Angeboten erfolgreich zu sein (Dreier 2002, S. 263 f). Die Landesmedienanstalten
verteilen das entsprechende Fassungsvermögen in den Kabelnetzen und der
terrestrischen Übertragung.
Bis 2001 war die Deutsche Telekom für die ersten drei Netzebenen zuständig.
Anders gesagt, war die Telekom der fast alleinige, kontrollierende Anbieter auf dem
deutschen Kabelnetzmarkt. Insbesondere unter den Forderungen der Europäischen
Union musste diese Marktkonzentration aufgelöst werden, so dass schon 2001 ein
Teil (Netzebene 3 und 4) des TV-Kabelnetzes verkauft wurde. Bis heute führt die
besondere, deutsche Netzebenenunterteilung und die fragmentierte, untere
Netzebene 4 (zahlreiche, regionale Netzbetreiber für die Verteilung im Haus bzw. in
Häuserblocks) dazu, daß kein Netzbetreiber eigenständig und selbst bestimmend
über seine technische Angebotsstruktur entscheiden kann (Beckert 2002, S. 90 ff). Der
Prozess der Liberalisierung des Telekommuniationsmarktes schreitet voran. Die
neuen privaten Wettbewerber waren jedoch bei dem flächendeckenden Aufbau der
digitalen Infrastruktur des Kabelnetzes (Kombination von Fernsehen, Internet und
Telefon) nicht sehr erfolgreich. Ende Januar 2003 verkaufte nun die Deutsche
Telekom ihr Kabelnetz vollständig an drei amerikanische Finanzinvestoren, die
bescheidener auf einen partiellen Aufbau abzielen. Sie wollen nicht überall alles bieten,
sondern kleine Inseln bilden. Wohnblock für Wohnblock. Und wo es sich lohnt, sollen auf den
schon digitalisierten Kanälen Spartenprogramme eingeführt werden, vor allem russische,
polnische und türkische (Die Zeit vom 30.01.2003, S. 17). Die zu erwartende Zustimmung
der Europäischen Kommission steht heute noch aus.
Die terrestrische Infrastruktur für den digitalen Hörfunk soll 2004 ausgebaut sein.
Derart sind jetzt schon digitale Radioprogramme (DAB) in der Bundesrep ublik z
u
empfangen. Auch das digitale Fernsehen ist über die Übertragungswege Kabel
(DVB-C = Digital Video Broadcasting-Cable), Satelliten (DVB-S = Digital Video
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