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Einleitung Multimediapolitik in der Informationsgesellschaft
Die gebräuchlichen Schlagworte Multimedia (interaktive Nutzung kombinierter
Medienformen) und Informationsgesellschaft stehen im Wesentlichen für den
technisch bedingten Wandel, oder anders gesagt, für die fortgeschrittene Digitale
Revolution auch im deutschen Mediensystem. Sie basiert auf der technischen
Verknüpfbarkeit von Individual- und Massenkommunikation sowie dem enormen
Wachstum individualisierter und interaktiver Medienformen. Die digitale Informations-
und Kommunikationstechnik (IuK-T) gilt als Voraussetzung und Auslöser des
weitreichenden Umbruchs in der Medienstruktur. Sie fordert die intensive
Koordination und Kooperation von Bund und Ländern als Regulierungs- bzw.
Aufsichtsinstanzen in dem immer komplexer werdenden, deutschen Mediensystem.
Der Staat und die Politik zielten bisher auf eine eher getrennte Regulierung von
Telekommunikation (Bund) und dualem Rundfunk (Länder). Die zunehmende
Interdependenz der politischen Handlungsfelder aufgrund der wachsenden
Verflechtung der innovativen IuK-T, fordert jedoch noch stärker eine gemeinsame
Entwicklung effizienter Strategien und Maßnahmen für den Ausbau einer
freizugänglichen, digitalen Infrastruktur. Der Markt und die Infrastruktur von
Informations- und Telekommunikationstechnik sind im Sinne einer, auch durch die
Europäische Union geforderten Liberalisierung der Medienmärkte, neu zu regulieren.
Es stellt sich die medienpolitische Frage, ob die stark vernetzenden Strukturen mit
kompatiblen Technologien eine eher zentrale Regulierung, bzw. offener Medien- und
Kommunikationspolitik erfordern, die auch als konvergente Multimediapolitik
benannt werden könnte.
In dieser Arbeit sind schwerpunktmäßig die Medienbereiche Online bzw. Internet
sowie der digitale Rundfunk fokussiert, welche im digitalen Zeitalter eine explosive
Informationsvielfalt und vielfach kombinierbare Medienformate erzeugen. Ihre freie
Zugänglichkeit durch moderne Informations- und Kommunikations-Technik (IuK-T) ist
ein wesentlicher Gegenstand der aktuellen, deutschen Medienpolitik. Sie verfolgt das
Ziel,
eine
demokratische,
medienkompetente
und
wettbewerbsfähige
Informationsgesellschaft zu fördern, indem sie primär die Informations- und
Meinungsvielfalt sichert. Medienkompetenz meint hier insbesondere, die Fähigkeit
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