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sich aktiv und kritisch alle Formen von Medien kommunikativ und handelnder Weise
anzueignen und entsprechen optimal einzusetzen.
Der kennzeichnende Grundton der Liberalisierung und Deregulierung des
Mediensystems ist somit in der heutigen, deutschen Medienpolitik angestimmt.
Insbesondere auch die Globalisierung in der Medienwirtschaft, mit der
weitreichenden Vernetzung durch das weltumfassende Bindeglied Internet, betont
diesen Ansatz der Medienpolitik als Meilenstein für unsere Zukunft. Im internationalen
Standortwettbewerb werden sich Nationen durchsetzen, die Innovationen in Infrastruktur und
Bildung schnell aufgreifen, fördern und Wettbewerb als Motor der Entwicklung einsetzen. In
der Demokratie sind Massenmedien aber nicht nur Wirtschaftsmotor, sie haben auch eine
zentrale
Bedeutung
für
den
Prozess
der
demokratischen
Willensbildung
(Kommunikationsordnung 2010 / 2001, S. 11f).
In den folgenden Kapiteln werden die hier kurz skizzierten Aspekte der Medienpolitik
im Zeitalter der Digitalisierung (Digitale Technik, Kombinationskonzept, Interaktivität,
neue Medienformen, Mediennutzung, digitalen Infrastruktur im Rundfunk und
rechtliche Rahmenbedingungen) ausführlicher dargestellt. Zum Abschluss wird ein
Fazit, bzw. Ausblick in die Entwicklung digitaler Medien für die Wirtschaft, Politik und
Gesellschaft in der multimedialen Zukunft gewagt.
1. Multimediale Explosion durch digitale IuK-Technik
Das Massenmedium Rundfunk wird digital und somit multimedial und interaktiv. Ein
weltweiter Prozess, der auch in Deutschland real geworden ist. Die komplette
Umstellung von analoge auf die digitale Infrastruktur soll für das Fernsehen 2010 und
für den Hörfunk 2015 abgeschlossen sein. Die disponierte Zusammenführung des
Rundfunks in die modernen Medienverbundsysteme erschließt dem Rundfunk das
Internet, den Computer und das Handy. Die digitale Technik setzt eine enorme
Übertragungskapazität frei. Somit können letztlich mehr Programme pro Kanal
transportiert werden. Insbesondere können derart zusätzlich Multimediadienste
übertragen werden, für die die analoge Infrastruktur der Rundfunkübertragung nicht
geeignet ist. Nicht zuletzt ist die Empfangsqualität von digitalen Signalen im
Vergleich zu den analogen, bedeutend besser und weniger störanfällig. Die
Digitalisierung erweitert das Angebot von Rundfunk und Telekommunikation enorm
und verknüpft sie zunehmend in einem neuen, universalen und multimedialen
Kommunikationsnetz
(Explosion).
Ein
weitreichender,
komplexer
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